
Im Auftrag des Volkes
Die Fakten sind nur wenige Buchstaben lang. "FR", dapd, "FTD", "WR". Und es geht weiter: Um ihre Rendite zu sichern, entlassen deutsche Verlage Hunderte Journalisten. Das Geschäftsmodell zerfällt. Oft ist eine zweistellige Rendite wichtiger als die Qualität des Produkts. Um das Geschäft am Laufen zu halten, ruft die Branche nach Hilfe. Der Zeitungsverlegerverband will über das Leistungsschutzrecht Google anzapfen, mehrere Verlagshäuser fordern, die bereits auf sieben Prozent reduzierte Mehrwertsteuer auf Presseprodukte ganz abzuschaffen. Und NRW-Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann will eine Pressestiftung gründen, die Journalisten ausbildet und Recherchen finanziert. Experten sehen diese Vorschläge skeptisch. Eine Null-Prozent-Mehrwertsteuer würde nach Meinung von Fachleuten gegen EU-Recht verstoßen, und bei der geplanten NRW-Medienstiftung wird eine zu große Nähe zur Politik befürchtet. Bestehende Journalistenschulen und das gemeinnützige ...
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Erklärer
Allein durch die klassischen Säulen Werbung und Vertrieb scheint ein breites Angebot von Journalismus im digitalen Informationszeitalter kaum finanzierbar. Das Schicksal, das in den USA bereits hunderte Regionalzeitungen ereilte, droht mit Verspätung auch hierzulande - das Ende des Qualitätsjournalismus?Dieses Dossier erörtert neue Finanzierungsmöglichkeiten.
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