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Virtual Reality: Spielerei oder Chance für Content-Produzenten?

Kein Papier, kein Bildschirm, keine Distanz mehr zu fremden Welten: Virtual Reality ermöglicht neue Wege des Storytellings. Doch sind Content-Produzenten schon bereit für VR?

Seit März diesen Jahres erlaubt Youtube es, 360-Grad-Videos hochzuladen. In denen kann sich der Zuschauer frei umsehen – am Rechner funktioniert das per Mausklick, mobil muss man einfach nur sein Handy oder Tablet bewegen. Die Funktion hat bereits einige kreative Content-Produzenten dazu inspiriert, mit 360-Grad-Tauchgängen, kleinen Horror-Filmen und schnellen Stadtrundführungen zu experimentieren.

Mit dem 360-Grad-Feature hat Youtube einen wichtigen Schritt getan, um das Thema Virtual Reality (VR) alltagstauglich und für die breite Masse erlebbar zu gestalten. Aufwendigere Produktionen etwa für Oculus-Rift-Produktionen sind derweil noch zu kostenintensiv, als dass Content-Produzenten schon bereit wären, in dieses Feld zu investieren. Laut einer neuen Umfrage von Statista im Auftrag von nextMedia.Hamburg halten rund 70 Prozent der Medienmacher die Virtual-Reality-Technologie bislang noch für zu kostenintensiv, rund 66 Prozent sehen Virtual Reality als noch nicht ausgereift an. Allerdings haben nur rund 23 Prozent der Befragten Virtual Reality auch tatsächlich genutzt. Immerhin circa 59 Prozent glauben, dass Virtual Reality die Medien- und Digitalwirtschaft noch merklich beeinflussen wird. In Deutschland ist Springer journalistischer Vorreiter: Das Video-Team produziert bereits 360-Grad-Beiträge.

Hat das Thema, das auf der diesjährigen Gamescom und IFA recht prominent gespielt wurde, langfristig eine Zukunft? Oder ist es doch bloß Spielerei? Fünf Medienexperten haben dazu kurz und knapp Stellung bezogen.

moritz-avenarius

„Virtual Reality ist eine Herausforderung für Contentproduzenten, sich wirklich erstmal mit der Eigenheiten dieses Mediums zu beschäftigen.“

Moritz Avenarius, Innovationsberater

petra-froehlich

„Ich kann mir vorstellen, dass in einigen Jahren VR-Cafés in den Innenstädten entstehen, ehe die Technologie für den Privatgebrauch erschwinglich wird und ausreichend Applikationen zur Verfügung stehen.“

Petra Fröhlich, Gründerin und Chefredakteurin von Funfair Media

daniel-broeckerhoff

„Der Journalismus kämpft seit 20 Jahren mit dem Internet und nähert sich nur zögerlich an. Ich denke, dass es hier große Hemmschwellen geben könnte, sich wieder auf ein komplett anderes Themenfeld einzulassen, das auch technisch eine große Herausforderung ist.“

Daniel Bröckerhoff, Moderator

boris-tolog

„Wir schauen natürlich permanent in Richtung der Gamesindustrie und schauen nach, was dort die neusten Entwicklungen sind.“

Boris Tolg, Professor für Informatik und Mathematik

nico-uthe

„Ab einem gewissen Punkt, glaube ich, dass sich Virtual Reality und Augmented Reality zusammen verschmelzen – in eine Brille, vielleicht auch eine Kontaktlinse.“

Nico Uthe, Entwickler

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Kommentare

  1. […] ist eigentlich der aktuelle Stand von Virtual Reality im Journalismus? Mark Heywinkel hat sich auf vocer.de mit dem Thema […]

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