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Stefanie Wahl: Als Chefin in der Männerdomäne

Sportjournalisten brauchen ein Auge für Details und Leidenschaft für ihr Themenfeld. Kostenlos ins Stadion zu wollen, reicht dafür nicht. Die Heilbronner Sportchefin Stefanie Wahl berichtet aus ihrem Arbeitsalltag.

Als Leiterin der Sportredaktion der „Heilbronner Stimme“ ist Stefanie Wahl eher die Ausnahme: Lediglich zehn Prozent der rund 3.700 Mitglieder des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) sind Frauen. Negative Auswirkungen hat sie deshalb aber nicht erlebt. “Ich hatte allerdings auch das Glück, jetzt nicht unbedingt mit Otto Rehhagel zusammenzutreffen“, sagt die 45-Jährige.

Zum Sportjournalismus kam Wahl durch ihre eigene sportliche Aktivität. Die bis ins Studium aktive Leichtathletin und studierte Sportwissenschaftlerin unterstützte einen Redakteur der „Heilbronner Stimme“ bei der Recherche und fand sich bald darauf selbst auf der Seite der Fragensteller wieder.

Fußball ist nicht ihre Lieblingssportart, gibt sie offen zu. Auch die Aussagen der Fußballer seien häufig nicht so interessant. „Die Statements der Profis sind sehr glatt, sie sind politisch korrekt.“ In Randsportarten fielen die Aussagen öfter knackiger aus.

Als Sportjournalistin müsse man „im positiven Sinne verrückt“ sein und eine hohe intrinsische Motivation mitbringen, um die langen Arbeitszeiten — viele Wettbewerbe finden am Wochenende statt — in Kauf zu nehmen. In ihrem Fall hat die Leidenschaft zum Sport über die negative Seite triumphiert.

Der ABZV Videoreporter hat die Journalistin im März bei ihrer Arbeit begleitet.

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Kommentare

  1. Klaus Heller says:

    Nett,kompetent, sportliche Aussagen sind top,
    weiter so liebe Stefanie Wahl
    Grüße herzlichst von mir an Sie

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