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Der Twitter-Sortierer: Frederik Fischer

Frederik Fischer gehört zu den Stars der deutschen Gründerszene. Ein Video-Interview über seine Kontext-Suchmaschine für Twitter: Tame

Frederik Fischer gehört zu den Stars der deutschen Gründerszene: Sein Start-up „Tame„, die erste Kontext-Suchmaschine für den Kurznachrichtendienst „Twitter“, gewann im April den „German Silicon Valley Accelerator“-Preis des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Fischer und seine Mitstreiter erwartet ein dreimonatiges Gründerprogramm in den USA, sie schmieden Pläne für eine Expansion auf dem amerikanischen Markt. Kurz vor seinem Abflug nach San Francisco treffe ich Frederik Fischer dort, wo alles begann: In einem Hinterhof der Berliner Humboldt-Universität. Hier arbeitet er in seinem Büro, im ersten Stock am hintersten Ende des Flurs.

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Frederik Fischer im Video-Interview:

VOCER: Sie haben Journalistik studiert und schon während Ihres Studiums als freier Autor für Magazine, Rundfunk und Fernsehen gearbeitet. Wie kommt es, dass Sie kein „klassischer“ Journalist geworden sind, was hat Sie dazu motiviert, ihr eigenes IT-Startup zu gründen? 

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Denken Sie dabei vor allem an den digitalen Bereich? „Dumm klickt gut“, heißt es ja, Katzenvideos verkaufen sich besser als journalistische Inhalte, für die nur wenige im Internet bezahlen wollen…?

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Wie funktioniert Ihre Software „Tame“?

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Sie sind mit „Tame“ angetreten, um „Twitter“ zu sortieren, also aus der Informationsflut relevante Inhalte herauszufiltern und ihre Glaubwürdigkeit zu überprüfen. Das sind journalistische Kernaufgaben, angewendet auf die Problemlage im 21. Jahrhundert. Gehören Sie zu den jungen Start-ups, die die Welt verbessern wollen, sind Sie ein Utopist?

 

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Die „Big Five“ – Amazon, Apple, Google, Microsoft und Facebook – dominieren das Netz, sie sind die neuen Gatekeeper in unserer digitalen Welt. Wieviel Raum bleibt da für die großen Verheißungen des Internet-Zeitalters, die kreative Teilhabe, die Partizipation, der „kollektive Sozialismus“…?

 

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Sie sagen, dass Sie gerade deshalb umso mehr für Ihre Ideale im Internet kämpfen wollen – ich wünsche Ihnen dabei viel Glück! Gutes Gelingen in den USA und herzlichen Dank für das Interview.

 


 

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Kommentare

  1. Dirk Hansen HB sagt:

    Vielen Dank, ein sehr aufschlussreicher Beitrag. Ich habe gelernt: Wer Journalist/in ist und was Journalismus sein soll, beantwortet jede Generation neu. Fischer sieht Software als Möglichkeit, Journalismus als Dienstleistung anzubieten. Die Informationsflut soll Tame zähmen, indem die vielen Twitter-Botschaften mit statistischen Methoden, unter anderem den Bewertungen der eigenen Freunde, nach „Relevanz“ sortiert werden. Neugierig wäre ich, wie Tame die Glaubwürdigkeit prüfen kann. Vor allem habe verstanden, wie sehr die Gegebenheiten des digitalen Ökosystems einen zentralen Wert des Journalismus bedrohen: Unabhängigkeit. Ausgerechnet einer der wichtigsten für die Gesellschaft. Herr Fischer kämpft weiter für eine bessere Online-Welt. Die USA sind sicher der richtige Ort dafür.

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