
Gemeinsam arbeiten oder alleine sterben
Mit Innovationen sollen Medienhäuser den Journalismus gesundpflegen. Das ist eine vernünftige Forderung, der aber Verlage nur schwer nachkommen können. Denn bedeutet innovativ zu sein vor allem, antizyklisch riskante Mehrausgaben zu tätigen und in bislang fremde technische oder inhaltliche Welten vorzudringen. Dafür müssten jedoch zuerst Arbeitsstrukturen angepasst werden, was in großen Unternehmen oftmals nicht oder nicht leicht möglich ist. Zudem lässt sich Innovation nicht erzwingen, sie erfordert Geduld und Platz für Kreativität. Es dürfte also jeder Verständnis dafür haben, dass die Medienhäuser den Problemen der Branche nicht innerhalb weniger Monate mit ausgeklügelten Lösungen beikommen werden. Umso merkwürdiger mutet es aber an, wenn deutsche Medienhäuser trotz ihrer Zurückhaltung gegenüber dem Neuen vollmundig behaupten, innovativ zu sein. Es deutet sich hier ein schwerwiegendes Definitionsmissverständnis ...
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Erklärer
Wie kann der so genannte "Qualitätsjournalismus" aufrechterhalten werden, wenn sich die Rahmenbedingungen in der Branche weiter verschlechtern? Welche Art von Journalismus braucht unsere Gesellschaft, wer finanziert ihn? Das und mehr in diesem Dossier.
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