Wozu noch Fernsehen?
Aufmacher Unzerstörbar

Unzerstörbar

von Bernd Gäbler

Unser Zeitgefühl ändert sich rasant. Alles muss sofort geschehen. Wo man hinsieht, wird verlinkt. Alles wird toleriert, nur nicht das Warten. Es gibt Beobachter, die deswegen davon überzeugt sind, auch der homo televisiones sei passé. Das Gegenteil ist der Fall. Ausgerechnet das Fernsehen erweist sich als erstaunlich stabil. Immer noch steigt die Sehdauer: auf mittlerweile 229 Minuten täglich, und Werbemedium Nummer eins ist TV ohnehin. Das Internet dagegen hat als Werbeträger - trotz steiler Wachstumsraten - soeben erst das Radio sicher überholt. Die RTL-Group lieferte 2010 mal eben 760 Millionen Euro Gewinn bei Bertelsmann ab und selbst die von Eigentümerwechseln durchgeschüttelte ProSiebenSat.1 Media AG entwickelt sich ökonomisch wieder positiv. Hinzu kommen die bald acht Milliarden Euro, die demnächst per Haushaltsabgabe von ...

mehr

Weitere Artikel

Von dummen Geräten und schlauen Anwendern

Von dummen Geräten und schlauen Anwendern

von Eva Flecken und Hans Hege

SmartTV ist Segen und Fluch zugleich: Eine Industrie entsteht - doch eine alte sieht ihr Geschäftsfeld gefährdet. Warum Rundfunkanbieter vor der Fernsehrevolution keine Angst haben sollten.

mehr

Viele echte Menschen in elektrischen Kisten

Viele echte Menschen in elektrischen Kisten

von Jörg Thadeusz

Noch so viele Menschen können sich damit brüsten, ihren Fernseher abgeschafft zu haben - am Ende entgeht ihnen dadurch Wesentliches. Denn so viel Charakter wie dieses Medium hat kein anderes.

mehr

Die Aufregung des Augenblicks überdauern

Die Aufregung des Augenblicks überdauern

von Stephan Lamby

Dokumentarischer Journalismus könnte in Krisenzeiten Haltung und Orientierung bieten. Doch die Wohlfühlmaschine Fernsehen drängt ihn zu weit an den Rand.

mehr

Aus dem Papierkorb der guten Ideen: die Stiftung Medientest

Aus dem Papierkorb der guten Ideen: die Stiftung Medientest

von Norbert Schneider

Niemand glaubt heute mehr, dass Rundfunkräte in der Lage sind, eine umfassende Debatte über Qualität im Fernsehen zu führen. Bei zunehmender Konvergenz fehlt dem Leitmedium ein kräftiges, unabhängiges Gegenüber.

mehr

Uniquer Ort des epischen Erzählens

Uniquer Ort des epischen Erzählens

von Nico Hofmann

Das Internet mag in Sachen Schnelligkeit und Aktualität dem Fernsehen den Rang ablaufen. Doch damit ist das "alte" Medium noch lange nicht am Ende. Das Fernsehen bietet dem Rezipienten andere Vorzüge.

mehr

Die Zukunft des Fernsehens ist das Nahsehen

Die Zukunft des Fernsehens ist das Nahsehen

von Steffen Hallaschka

Die große Stärke des Fernsehens bleibt das unmittelbare Erleben, und daran ändert sich nichts, weil online die Karten neu gemischt werden. Wenn die Fernsehmacher nicht drohten, die digitale Revolution zu verschlafen.

mehr

Ausgezappt

Ausgezappt

von Judith Rakers

Im digitalen Zeitalter hat das Fernsehen, wie wir es kennen, keine Zukunft mehr. Das hat nicht nur Auswirkungen auf Gewohnheiten, die Quote und Programmschemata - sondern auf unsere Identität als Ganzes.

mehr

Zyklop mit ungewisser Zukunft

Zyklop mit ungewisser Zukunft

von Stephan Weichert und Leif Kramp

Ein Leitmedium im Übergang: Das Fernsehen verändert sich und bleibt doch hinter seinen Potenzialen zurück. Was einst die liebste Freizeitbeschäftigung der Deutschen war, mutiert zum Auslaufmodell. Wozu noch Fernsehen?

mehr