
Unzerstörbar
Unser Zeitgefühl ändert sich rasant. Alles muss sofort geschehen. Wo man hinsieht, wird verlinkt. Alles wird toleriert, nur nicht das Warten. Es gibt Beobachter, die deswegen davon überzeugt sind, auch der homo televisiones sei passé. Das Gegenteil ist der Fall. Ausgerechnet das Fernsehen erweist sich als erstaunlich stabil. Immer noch steigt die Sehdauer: auf mittlerweile 229 Minuten täglich, und Werbemedium Nummer eins ist TV ohnehin. Das Internet dagegen hat als Werbeträger - trotz steiler Wachstumsraten - soeben erst das Radio sicher überholt. Die RTL-Group lieferte 2010 mal eben 760 Millionen Euro Gewinn bei Bertelsmann ab und selbst die von Eigentümerwechseln durchgeschüttelte ProSiebenSat.1 Media AG entwickelt sich ökonomisch wieder positiv. Hinzu kommen die bald acht Milliarden Euro, die demnächst per Haushaltsabgabe von ...
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Erklärer
Was einst die liebste Freizeitbeschäftigung der Deutschen war, mutiert zum Auslaufmodell: das Fernsehen. Was müssen die Fernsehkreativen tun, damit sich das jüngere Publikum nicht ganz ins Internet verabschiedet? Wie kann die Transformation des Fernsehens zum modernen Massenmedium gelingen? Und wozu überhaupt noch klassisches TV? Solchen und anderen unbequemen Fragen zur Zukunftsfähigkeit des Fernsehens geht dieses Dossier nach.
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