
Vom Elfenbeinturm ins Rampenlicht
Der Elfenbeinturm ist nach wie vor eine beliebte Metapher, um zu erklären, dass ein Wissenschaftler lieber einsam und alleine vor sich hinforscht, als sich vor der Öffentlichkeit zu artikulieren und damit zu legitimieren, für was er Millionen von Euros ausgibt. Was heute nicht nur wie ein Vorwurf klingt, sondern auch als solcher gemeint ist, war vor 200 Jahren eine unhinterfragte Selbstverständlichkeit: Dichter und Denker mussten in der Abgeschiedenheit grübeln, um den Lauf der Welt erkennen und Lösungen für die Probleme entdecken zu können. Heute stehen viele Wissenschaftler regelmäßig vor Mikrofon und Kamera und vor allem Kollegen fragen sich: Wie kommt dieser Forscher noch zum Forschen? Das Rampenlicht sind heutzutage Blitzlicht und Studiobeleuchtung. Im Fernsehen und auf Internetplattformen, in Hörfunkmagazinen und Zeitungen, ...
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Erklärer
Seit Jahrhunderten bringen sich Wissenschaftler in Debatten ein, bereichern intellektuelle Diskurse und lassen die Gesellschaft an ihrem Wissen teilhaben. Doch wer heute in den Medien ist, gilt schnell als unseriös und läuft Gefahr, sich selbst ins Abseits zu katapultieren. Andererseits haben auch Kommunikarionswissenschaftler einen öffentlichen Auftrag, ihre Forschungen sind nicht nur Selbstzweck. Ein Dossier zur Schizophrenie eines unkommunikativen Faches.
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